Willkommen bei der Familie Keszler

Details über die Vorfahren der Keszler

Während des 1. Weltkriegs gelobten meine Ur-Großeltern Johann Keszler und Anna geb. Richolm ein Kreuz zu stiften, falls ihre drei Söhne gesund aus dem Krieg zurückkehren sollten. Das Kreuz steht heute noch auf dem Friedhof von Pilisszentiván und wurde erst vor wenigen Jahren restauriert.



Dieses Foto muss um 1924 entstanden sein. Es zeigt die Familie meiner Ur-Großeltern väterlicherseits. Ganz rechts sieht man meinen Vater als Kleinkind auf dem Arm meines Großvaters.

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Vor der Heirat meiner Ur-Großeltern schlossen diese einen Vertrag, um die vermögensrechtlichen Angelegenheiten zu regeln.  
Das Originaldokument ist in meinem Besitz. Der Inhalt ist teilweise in Dialekt geschrieben. Da nicht alle Besucher dieser Seite Deutsch als Muttersprache haben, wurde der Text behutsam der heutigen Ausdrucksweise angeglichen.


 Ehe - Vertrag 
welcher am heutigen Tage zwischen den Brautleuten Johann Keszler und seiner Braut Anna Richolm wie folgt geschlossen wurde: 

1.
Verheiratet der Bräutigam seiner Braut das Kleinhäusler Haus Nr. 34 mit Hutweide und Wald und die beiden Kleinhäusler Äcker, einen Acker in der Ried Karlsberg neben [den Grundstücken von] Schuck Josef und Gabeli Josef, eine Weinpresse, 1 Weinfaß, 1 Bottich, 1 doppelten Schweinestall, 1 Pferd, 1 Wagen.
 
2.
Verpflichtet sich der Bräutigam seinen zwei Geschwistern, nämlich Paul und Maria Keszler, 700 Forint hinaus zuzahlen. Und wenn die Eltern mit Tod abgehen sollten, so verpflichtet sich der Bräutigam seinen zwei jüngeren Geschwistern einen Ehrentag aus[zu]halten.
Was in dem Punkt 1 enthalten ist -von allem die Hälfte- behalten sich die Eltern zum Lebensgenuß.
 
3.
Verheiratet die Braut ihrem Bräutigam den halben Bauerngrund, den halben Bräuacker, den halben Schmalzberg, den halben Gartenackerweingarten. Von dem Gartenackerweingarten [...] bis nach dem Ableben des Vaters erst die Hälfte. 1 Weinfaß und von Hutweide und Wald, was auf 1/8 entfällt mit Finanzuzahlung 1000 Forint.
Der Mutter ihre Bettstatt, 1 Strohsack, 4 Leintücher, 4 Tischtücher, 4 Handtücher, 1 Bettdecke, 4 Polster, 1 Kleiderkasten.
 
4.
Sollten der eine oder die anderen Brautleute ohne Erbe mit Tod abgehen, bekommt der Überlebende das Erwirtschaftete und 2000 Forint. Das andere Vermögen fällt an die Abstammung zurück.
 
Sz. Ivan am 7. Mai 1892
  
Johann Gabeli, Johann Keszler (als Zeugen)
Johann Keszler (Bräutigam), Anna Richolm (Braut)
  
Josef Keszler (Bräutigamvater), Georg Richolm (Brautvater)



DieMutter meines Vater war eine geborene MARLOK. Abtpfarrer Marlok aus Pilisvörösvár hat diese Familie bis ins Detail erforscht. Beim Generallandesarchiv Karlsruhe (GLA 61/8163:62) befindet sich die unten abgebildete Urkunde, welche auch Werner Hacker in seinem Buch "Auswanderungen aus Baden und dem Breisgau" abgedruckt hatte. Die Grundherrschaft von Gemmingen, Mühlhausen a.d. Würm entließ damit meinen Vorfahren Michael Morlock am 13. April 1750 nach Ungarn.

(Rubrum)
"Lehningen
Vondannenziehung in
Ungarn, Verlust des Bürgerrechts.
Manumission,
und Abzug
16 fl 20 x.
Michael Mohrlockh bishero gewester Bürger und Leinweber zieht mit Weib und seinen Kindern von hinnen in Ungarn nacher Turweil, verzicht sich des Bürgerrechts auf ewig von sich, Weib und Kinder. Zieht über Abzug seiner Schulden von hinnen vermöge einer Specification annoch vor 163 fl 17 x, und zahlt den Abzug hi mit 16 fl 20 x. Wird also manumittiert."
 



Der Name MORLOCK wurde erstmalig in einer Urkunde aus dem Jahre 1431 gefunden. Es handelt sich um eine Steuerliste des Klosters Hirsau, welche von dem Mönch Heinrich Zeringer gefertigt wurde. Auch diese Liste befindet sich im Generallandesarchiv Karlruhe (GLA Berain 7696).